Hofreite mit vier Wohnungen, Hobbywerkstatt und Ausbaupotenzial am Rande des Spessarts

Hofreite mit vier Wohnungen, Hobbywerkstatt und Ausbaupotenzial am Rande des Spessarts

Zum Verkauf steht ein gepflegtes und saniertes Mehrfamilienhaus auf einem großen Grundstück am Waldrand. Das komplette Anwesen wurde während der letzten zehn Jahre aufwändig und kostenintensiv saniert. Bei den Maßnahmen wurde großer Wert auf die Verwendung ökologischer und hochwertiger Materialien gelegt, die sich in das Ensemble aus Altbau mit vier Wohnungen, großem Hof mit historischem Kopfsteinpflaster, Scheune und überdachtem Freisitz einfügen. Von dem Anwesen aus führen Radwege direkt in den Wald und in das attraktive hessisch-bayerische Grenzgebiet.

Das Wohnhaus unterteilt sich in vier Wohnungen, von denen die beiden kleineren im Erdgeschoss in 2015 kernsaniert wurden. Elektro- und Sanitärinstallation wurden ebenso erneuert wie der Innenputz, die Bäder, die massiven Zimmertüren und Fenster (erhöhte Schallschutzklasse) mit elektrischen Rollos. Die Küchen wurden gefliest und in den Wohnräumen Massivholzparkett (Eiche und Ahorn geölt) verlegt. Die EG 1 Wohnung ist über den Haupteingang zu erreichen, die EG 2 über einen separaten Eingang, beide verfügen über einen überdachten Balkon oder Freisitz.

Die DG-Wohnung erhielt in 2013 ein neues Bad sowie einen neuen Laminatboden und befindet sich in einem sehr guten Zustand. Über eine Klapptreppe ist der teils ausgebaute und als Spielzimmer genutzte Spitzboden erreichbar (nicht in der Wfl.-Berechnung aufgeführt) Die Vierzimmerwohnung im ersten OG mit überdachtem Balkon (Südwestausrichtung) verfügt über eine zweckmäßige Ausstattung, wird aber vermutlich im Laufe des Jahres frei und könnte somit kurzfristig bezogen und nach eigenen Vorstellungen renoviert werden.

Die dem Wohnhaus gegenüberliegende Scheune mit einer Grundfläche von ca. 84qm bietet maximal drei PKW-Stellplätze und wurde von den Eigentümern zuletzt als Hobbywerkstatt (EG) und Lagerort (OG) genutzt. Es wäre problemlos möglich, die Scheune für 300.-€ KM zu vermieten. Die abgebildete PKW-Hebebühne wurde wegen eines technischen Defekts demontiert (eine neue kostet ca. 2000.-€). Eine Voranfrage auf Ausbau der Scheune sowie des angrenzenden Schuppens (zusammen ca. 100qm Grundfläche) zu Wohnraum (nur OG und DG bei Beibehaltung der Werkstatt oder auch komplett) wurde seitens der Bauaufsichtsbehörde sowie des Bauamts der Gemeinde Freigericht positiv beschieden.

Der Bereich zwischen Wohnhaus und Scheune wurde in 2014 durch eine 40cm starke Wand aus historischem Sandstein (verwendet wurden Steine aus dem Rückbau des Gelnhäuser Güterbahnhofes) blickdicht von der Straße getrennt und mit einem zimmermannsmäßigen Dachstuhl und alten Tonziegeln überdacht. So stehen hier zwei überdachte PKW-Stellplätze oder ein großer wind- und regengeschützter Freisitz zur Verfügung. Um einen weiteren Zugang zu diesem Bereich sowie einer der beiden EG-Wohnungen zu ermöglichen, wurde eine alte Tür mit Sandsteingewand eingefügt.

Freigericht ist eine ländliche Gemeinde im hessischen Main-Kinzig-Kreis. Sie liegt unmittelbar an der bayerischen Grenze. Die Gemeinde Freigericht ist nicht zu verwechseln mit der historischen Region Freigericht Alzenau, zu der außer der hessischen Gemeinde Freigericht noch etliche heute bayerische Gemeinden oder Ortsteile gehörten.

Freigericht liegt nahe dem Rhein-Main-Gebiet, an den Ausläufern des Spessarts, unmittelbar an der hessisch-bayerischen Grenze. Über 40 % des Gemeindegebietes sind bewaldet. Die höchste Erhebung mit 371 m ü. NN ist der Heidkopf in der Sölzert, der niedrigste Punkt liegt auf 140 m ü. NN.

Die Gemeinde besteht aus 5 Ortsteilen (Einwohnerzahlen Stand 2019)

Altenmittlau (2.320 Einwohner)
Bernbach (1.988 Einwohner)
Horbach (staatlich anerkannter Erholungsort; 1.728 Einwohner)
Neuses mit der Siedlung Hüttelngesäß (2.454 Einwohner)
Somborn (6.172 Einwohner)

Die Gemeinde Freigericht entstand im Zuge der Gebietsreform in Hessen am 1. Januar 1970 durch freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Altenmittlau, Bernbach, Horbach, Neuses und Somborn.

Nördlich von Freigericht verläuft die A 66 von Frankfurt nach Fulda. Im südlichen Bereich verläuft die L3202 von Gelnhausen nach Alzenau.

Die Freigerichter Kleinbahn verkehrte zwischen 1904 und 1955 zwischen den Bahnhöfen Langenselbold und Gelnhausen an der Strecke Frankfurt am Main–Fulda und erschloss die Ortsteile des Freigerichts und Hasselroths. Für das Wirtschaftsleben der kleinen Orte hatte sie entscheidende Bedeutung, denn die Einwohner konnten nun in das Rhein-Main-Gebiet pendeln (Hanau, Offenbach am Main, Frankfurt). Gleichzeitig siedelten sich im Freigericht Betriebe an, in denen hauptsächlich Frauen (unter anderem in Heimarbeit) tätig waren. Mit Zunahme des Straßenverkehrs in den 1950er Jahren war der Betrieb der Kleinbahn nicht mehr wirtschaftlich und wurde eingestellt.

Der ca. 250qm große Hof aus historischem Kopfsteinpflaster, die weinumrankte Gartenlaube sowie der große Garten mit Obstbäumen vervollständigen das charmante Gesamtbild. Die in den letzten Jahren erfolgten Sanierungen garantieren auf lange Zeit einen Schutz vor hohen Reparaturkosten und bieten sehr gute Vermietbarkeit bei hohem Wohnkomfort.

Folgende Investitionen wurden darüber hinaus seit 2010 getätigt:

– die beiden Kamine wurden neu eingefasst und mit Naturschiefer verkleidet
– die beiden südlichen Gauben im DG wurden gedämmt und mit Naturschiefer verkleidet
– der zur Wohnung im OG gehörende Balkon wurde in 2013 neu überdacht sowie das Geländer erneuert
– der Sandsteinsockel des Wohnhauses wurde von Putz befreit und freigelegt und die Fugen erneuert
– alle Wohnungen erhielten neue Zugangstüren. Hierbei wurden baujahrestypische, aufgearbeitete Eichentüren verwendet
– das Flachdach, welches Teile der EG1 Wohnung sowie den Eingangsbereich abdeckt, wurde gedämmt und ein zimmermannsmäßiger Dachstuhl
aufgesetzt, der auch den kompletten Eingangsbereich überdacht
– die Haustür wurde erneuert, die Eingangstreppe sowie das Treppenhaus im EG neu gefliest
– das Treppenhaus wurde innen komplett neu verputzt und gestrichen
– die Dachsparren wurden aufgedoppelt, mit 16 cm Zwischensparrendämmung gedämmt, mit diffusionsoffener Unterspannbahn abgedichtet und neu
eingedeckt (Frankfurter Pfanne)
– die Flachdächer der Gauben sowie des Treppenhauses wurden mit Schweißbahnen neu abgedichtet und die komplette Dachentwässerung erneuert
(Zinkrinnen)
– Die Fassade wurde mit 80 mm Styroporplatten gedämmt, verputzt und mit Silikatfarbe gestrichen.

Die vier vorhandenen Wohnungen unterteilen sich wie folgt:

Dachgeschoss: 81qm, Vierzimmerwohnung plus Küche und in 2014 kernsaniertem Bad. Kaltmiete 440.-€
Obergeschoss: 97qm, Vierzimmerwohnung plus 8m² überdachter Balkon, Küche und Bad, Kaltmiete 500.-€
Erdgeschoss1: 61qm, Zweizimmerwohnung plus 5m² großem überdachten Balkon, Küche und Bad. In 2017 kernsaniert, Kaltmiete 450.-€
Erdgeschoss2: 48qm, Zweizimmerwohnung plus 9m² großem überdachten Balkon, Küche und Bad. In 2017 kernsaniert, Kaltmiete 400.-€.

Wegen der in 2021/2022 durchgeführten Sanierungsarbeiten am Dach und der Fassade erfolgten noch keine Mietanpassungen.

Baujahr: 1920
Energiekennwert: 206,23 kWh/(m²*a)
Befeuerung/Energieträger: Erdgas leicht
Energieausweistyp: Bedarfsausweis
Heizungsart: Zentralheizung

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WRS Immobilien (WRS Immobilien) (06101) 51 95 745